Von Arbeitskleidung zu Workwear

Gepostet von admin 20. Februar 2012
Von Arbeitskleidung zu Workwear

Die Globalisierung macht sich in der heutigen Zeit nicht nur im wirtschaftlichen Bereich bemerkbar, sondern hinterlässt ihre Spuren auch in Sprache, Mode und Lebensgefühl der Menschen. Arbeitskleidung nennt man heute auch Workwear. Die Kleidung an sich mag ähnliche Funktionen haben, die Bezeichnung hingegen signalisiert eine “Coolness”, über die die einfache “Arbeitskleidung” nicht verfügt hat. Das führt auch dazu, dass sich gewissermaßen der Wirkungskreis dieser Kleidung geändert hat. Workwear ist nicht mehr die Kleidung, die man bei der Arbeit auf dem Bau oder beim Holzfällen trägt. Im Gegenteil: junge, trendige Männer haben diese Art der Mode für sich entdeckt und tragen sie ganz selbstverständlich in Alltag und Freizeit. Marken, die früher Klassiker der Arbeitskleidung waren, sind deshalb heute in Shops in bester Innenstadtlage zu finden und nicht etwa im Baumarkt. Insbesondere Hosen aus robusten, Anfangs sogar etwas steif wirkenden Jeansstoffen sind aus dem Kleiderschrank trendbewusster Männer kaum mehr weg zu denken.

Auch im Bereich der Damenmode haben sich beispielsweise Cargohosen längst etabliert. Die vielen Taschen und Stofflaschen, die einst für Schrauben, Dübel und Werkzeug gedacht waren, gehören zum Look dieser Hosen. Der praktische Sinn der Elemente ist dabei überholt, sie sind nur noch Teil des Designs, das diese bestimmte Art von Hose ausmacht. Frauen die diese Hosen tragen signalisieren damit keinesfalls die Bereitschaft sich auch mal die Hände schmutzig zu machen, sondern vielmehr eine gewisse Lässigkeit und Bodenständigkeit. Wie jeder Trend kann jedoch auch dieser ad absurdum geführt werden, beispielsweise wenn die typischen Cargo-Taschen an einer engen, mit Glitzersteinen besetzen Satinhose angebracht werden.

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